Vom 25. bis 29. November 2024 fand in Warschau ein tri-nationales Schulprojekt statt, an dem wir, die gastgebende Schule aus Warschau, aktiv beteiligt waren. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften aus Lyon, Leipzig und Plön haben wir uns mit dem Thema „Widerstand in Diktaturen“ auseinandergesetzt. Insgesamt nahmen 32 Personen teil: 22 Schülerinnen und Schüler sowie 10 Lehrerinnen und Lehrer.

Der Fokus des Projekts lag auf der Erforschung der Biographien unbekannter Widerstandskämpferinnen und -kämpfer, der Rolle von Frauen im Widerstand sowie Jugendgruppen, die sich mutig gegen Diktaturen engagiert hatten. Ziel war es, durch diese historische Perspektive Erkenntnisse für die Gegenwart zu gewinnen und voneinander zu lernen.

Der Workshop begann am Montag, dem 25. November, mit der Anreise der internationalen Schulteams. Am Abend begrüßten wir unsere Gäste mit einem gemeinsamen Abendessen, das Raum für erste Begegnungen und Gespräche bot.

Am Dienstag führten wir die Teilnehmenden durch unsere Stadt und zeigten ihnen die wichtigsten historischen Orte Warschaus. Anschließend luden wir zum gemeinsamen Mittagessen in unserer Schulkantine ein. Am Nachmittag wurde die Ausstellung vorbereitet, die ein zentrales Element des Projekts darstellte. Durch Kennlernspiele und die Führung durch die Ausstellungsinhalte entstand schnell ein lebendiger Austausch. Den Tag ließen wir mit einem Pizzaabend in unserer Schulaula ausklingen.

Der Mittwoch stand im Zeichen vertiefender Workshops zur Ausstellung. Gemeinsam fuhren wir am Nachmittag in das Museum POLIN – Museum der Geschichte der polnischen Juden. Dort nahmen wir an einer Führung und einem Workshop teil, die die Bedeutung des Widerstands aus einer weiteren Perspektive beleuchteten.

Am Donnerstag besuchten wir das Deutsche Historische Institut (DHI) in Warschau, wo die Teilnehmenden mit dem Historiker Michael Zok angeregt diskutierten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen hatten alle die Gelegenheit, den Nachmittag und Abend frei zu gestalten – sei es durch Erkundung der Stadt oder durch intensivere Gespräche mit den internationalen Gästen.

Das Projekt endete am Freitag, dem 29. November, mit der Abreise der Teams. Wir verabschiedeten unsere Gäste mit der Hoffnung, dass sie nicht nur viel gelernt, sondern auch neue Freundschaften geschlossen hatten.

Dieses Projekt war für unsere Schule eine besondere Erfahrung. Es bot uns die Gelegenheit, unsere Stadt und unser Wissen zu teilen und gleichzeitig durch den Austausch mit unseren Partnern aus Lyon, Leipzig und Plön neue Perspektiven zu gewinnen.

Fotos: Jan Piotrowski (11.2)

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